Farbmanagement/Farbraum/Arbeitsfarbraum

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Bei der Bildbearbeitung mit farbmanagement-fähigen Programmen wie Photoshop sollte zumindest für den geräteabhängigen RGB-Modus ein Arbeitsfarbraum in den Grundeinstellungen festgelegt werden, unter anderem um Farben verbindlich zu machen.

Ein RGB-Arbeitsfarbraum ist sozusagen ein Tresor für die wertvollen Farben eines Bildes, der den Verlust von Farbinformation im Workflow der Bildbearbeitung verhindern soll.

Inhaltsverzeichnis

Ein Arbeitsfarbraum muss folgende Anforderungen erfüllen:

  • Er soll gross genug sein um die Ausgabe auf verschiedenste Medien zu ernöglichen, also die geräteabhängigen Farbräume dieser Medien umfassen.
  • Er soll aber auch nicht zu gross sein und Farben, die weder gedruckt noch angezeigt werden können, ausschliessen um
    • keine unnötigen Ressourcen zu verbrauchen und die Verarbeitung von Farben in den begrenzten, üblichen 8- und 16-Bit Bildern optimieren
    • unvorhersehbare Ausgaben beim Druck verhindern, da es Farben gibt die durchaus gedruckt werden können, auch wenn sie kein Monitor anzeigen kann

Aus den vielen verfügbaren RGB-Arbeitsfarbräumen einige der wichtigsten:

Adobe RGB - Standard-Arbeitsfarbraum von Adobe-Grafikprogrammen. Größer als die meisten Monitorfarbräume, aber nicht gross genug, um alle CMYK-Farbräume zu umfassen.
Weißpunkt D65 (6500 K), Gamma 2,2

sRGB - kleiner als AdobeRGB, besonders im Bereich der grünen Farben, nicht ideal für anspruchsvolle Bildbearbeitung, aber gut für Büroanwendungen und Webdesign. Weißpunkt D65 (6500 K), Gamma ~2,2

ECI-RGB - von der European Color Initiative entwickelter Arbeitsfarbraum für Bildbearbeitung und DTP.

CMYK-Farbräume

Erfüllen im Prinzip den selben Zweck wie ihre RGB-Kollegen, allerdings mit Einschränkungen.
Die Bezeichnung CMYK-Arbeitsfarbraum ist ziemlich unglücklich, man sollte im CMYK-Modus möglichst nicht arbeiten. Deswegen wird hier nicht weiter darauf eingegangen.

Eines der elementaren Farbmanagement-Konzepte ist, mit geräteunabhängigen Arbeitsfarbräumen zu arbeiten und erst als letzten Schritt im Bildbearbeitungs-Workflow die geräteunabhängigen Daten in auf jeweils für ein Medium passende Farben zu konvertieren.

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Peter Heinrichs 11:21, 12 February 2007 (CET)

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