Farbmanagement/Monitor-Kalibrierung

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Es gibt 4 Parameter, die auch voneinander abhängig sind, mit denen die Darstellung eines Monitors beeinflusst werden kann:
Zum einen Kontrast und Helligkeit sowie Farbtemperatur und Gamma

Farbtemperatur

Arbeitet man vorwiegend im Druckbereich, sollte die Farbtemperatur laut Standard 5000 K betragen. Ist das Ziel eine Darstellung auf dem Monitor, dann ist im Allgemeinen die Farbtemperatur auf 6500 K festgelegt. Die Darstellung von Weiß am Monitor sollte bei Arbeiten mit dem Ziel, gedruckt zu werden, weißem Papier entsprechen. Welche Farbe als weiß empfunden wird, hängt vom Umgebungslicht ab, das zwischen den Normlichtarten D50 (5000 Kelvin, leicht rötlich) und D65 (6500 Kelvin, leicht gelblich) liegt. Im Bereich der professionellen Bildbearbeitung und Grafik wird der Monitor auf ein Normlicht kalibriert, das dem jeweiligen Zweck am besten entspricht. Bestimmten Arbeitsfarbräumen sind bestimmte Weißpunkte zugeordnet, die per Standard festgelegt sind. sRGB und AdobeRGB haben D65 (Abkürzung für daylight 6500 K) als Weißpunkt. Der ebenfalls oft verwendete CIELAB-Farbraum, auch bekannt als Lab-Farbraum, ist festgelegt auf D50, also einen 5000 K-Weißpunkt.

Oft sind nicht-professionelle Nutzer geneigt, die Darstellung am Monitor zu bläulich (hoher Kelvin-Wert, z.B. 9300K) einzustellen; eine Sache der Gewohnheit, da diese Darstellung leider auch oft den Werkseinstellungen entspricht. Heutzutage sind aber Monitore höherer Qualität im Allgemeinen auf Werte nahe 5000K bis 6500 K voreingestellt. Ein Weißpunkt von 6500 K entspricht in etwa der Farbtemperatur der Sonne zur Mittagszeit. 5000 K entspricht etwa der tieferstehenden Sonne mm Vormittag. 4000 K sentspricht der Farbtemperatur einer Glühlampe. Wenn ein Betrachter bei seiner Arbeit am Bildschirm eine hohe Farbtemperatur gewohnt ist, erscheint ihm ein Weißpunkt mit 5000 K als helles Orangegelb. 6500 K wirken leicht gelblich. Ist die Farbtemperatur zu hoch eingestellt und damit der Monitor-Weißpunkt zu bläulich, können helle gelbliche und rötliche Farbtöne nicht angezeigt werden und sorgen beim Druck oder bei Darstellung auf anderen Monitoren für unerwünschte Effekte. Dies liegt an der Verschiebung des Monitorfarbraums in Richtung des Weißpunktes und hat bei hoher Farbtemperatur eine Verschiebung weg vom Rot-gelben Bereich in Richtung der Blau-Türkis-Farben zur Folge. Außerdem verkleinert sich der Farbraum, also auch die Menge dartellbarer Farben.

Grund dafür, dass die hohe Farbtemperatur (ohne Vergleichsmöglichkeiten) kaum auffällt, ist das Phänomen der Farbadaptation (chromatische Anpassung/Adaptation). Der menschliche Sehapparat gleicht ständig seinen Weißpunkt mit der Umgebung ab und ermöglicht somit, dass "weiße" Flächen selbst bei großen Abweichungen vom Tageslicht (Normlicht) weiß erscheinen. Ein weiterer Faktor ist das (halb-)bewusste verwerfen (engl.: discarding) der Leuchtmittelfarbe, wenn es sich um sehr starke Abweichungen von "weiß" handelt, wobei auch die Erfahrung eine Rolle spielt. Jeder weiß z.B., welche Farbe eine Banane haben sollte, sodass wir diese auch als gelb wahrnehmen, wenn sie in einem grünlich beleuchteten Zimmer liegt, obwohl die Banane bei näherem Betrachten eindeutig grünlich aussieht.
Wenn man mit dieser Einstellung Bildbearbeitung betreibt, optimiert man Bilder für die unzulänglichen Einstellungen des Monitors, nicht für eine optimale Ausgabe auf verschiedenen Medien!

Grundeinstellung

Die Vorbereitungen einer Monitor-Kalibrierungen beginnen am Gerät selbst, damit der Monitor Weiss, Grau und Schwarz korrekt anzeigen kann.

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